Geschlechterforschung / Gender Studies
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Gender Salon 6

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In seiner 6. Auflage widmet sich der Gender Salon weiter den Schnittstellen von Kunst,
(Pop-)Kultur, Politik und Wissenschaft rund um das Thema Gender. Steigen Sie ein, kommen Sie vom Kurs ab, nehmen sie Umwege. Entdecken sie traditionell queere Handarbeit, diskutieren sie mit uns über die queere Partyszene, denken sie über Pornographie nach, lernen sie (neue) Mutter-/Vaterschaft kennen, reflektieren sie über Ambivalenzen der Gay-Pride-Bewegung, finden sie Gender in Computergames und vieles weitere ...

Ort und Zeit:

November 2014 – Mai 2015
Jeden letzten Mittwoch im Monat um 20 Uhr
in der Glockenbachwerkstatt München (Blumenstraße 7, 80331 München)

Programm:

QUEERGESTRICKT: Die Rausfrauen

Mittwoch, 26. November 2014, 20 Uhr

Ist Handarbeit konservativ? Ist Street-Art politisch? Ist alles Auftreten Inszenierung?
Das Münchner Performance- und Streetart-Duo „Die Rausfrauen“ versteht sich als Arbeiter*innen im öffentlichen Raum, die mit traditionellem Handwerk und konventioneller Hausarbeit Seh- und Wahrnehmungsgewohnheiten durchbrechen und die Stadt- und Körperlandschaften neu besticken. Das Rezept lautet: Private und öffentliche, weibliche und männliche, harte und weiche Schichten vermischen, mit einer Portion Ironie würzen, sehr heiß genießen.

QUEER(-POLITISCHE) PART: Thomas Lechner

Mittwoch, 28. Januar 2015, 20 Uhr, Glockenbachwerkstatt

Wie tanzt es sich politisch? ist queere Party schon Protest?
Der von Thomas Lechner begründete Candy Club ist sicherlich die queerste Party Münchens und zudem eine sehr erfolgreiche Institution im Münchner Nachtleben seit nunmehr 15 Jahren. der DJ legte von Beginn an großen Wert darauf, der Party Szene anspruchsvolle (alternative) Musik anzubieten, verstand den Candy Club aber immer auch als politische, gesellschaftskritische Veranstaltung. Dieses politische Engagement verfolgt er nicht nur lokal, sondern setzt sich aktiv auch gegen Homo- und Transphobie in Osteuropa ein. Für den Gender Salon reflektiert er über das Politische seiner queeren Partys und die Be­deutung, dabei auch Spaß zu haben.

GENDER IN GAMES: Nina Kiel

Mittwoch, 25. Februar 2015, 20 Uhr, Glockenbachwerkstatt

Welche Rollen spielen Geschlechter in Computerspielen? Wer spielt Computergames?
Die Computerspiele-Industrie macht weltweit deutlich mehr Umsatz als Hollywood. Doch während die Filmfabrik zunehmend kreativ mit Geschlechterklischees und -Rollen umzugehen weiß, tauchen in Games überwiegend heldenhafte Macho-Männer und sexy Opfer-Frauen auf. Nina Kiel gibt einen Überblick über die Geschlechteraufteilung in Computerspielen anhand vieler Beispiele und versucht dem Paradox auf den Grund zu gehen, dass die Hälfte der Gamer weiblich sind, die Branche jedoch weitgehend (in einem sehr speziellen sinne) männlich dominiert.

TOPOLOGIE DES SEXUELLEN: Ariadne v. Schirach

Mittwoch, 25. März 2015, 20 Uhr, Glockenbachwerkstatt

Ist heute alles Porno, aber nichts erotisch?
Die Buchautorin, Essayistin und Philosophin Ariadne von Schirach stößt zur Reflexion auf Pornografie und Erotik an: Was ist das Pornografische? Was ist das Erotische? Welche Rolle spielen hierbei Subjekt, Blick, Reproduzierbarkeit und das Geheimnisvolle? Ariadne v. Schirach wurde durch ihr Buch »Der Tanz um die Lust« (2007) zu einer im deutschsprachigen Raum weit beachteten Autorin. Im Gender Salon möchte sie nicht nur über „food-porn“ nachdenken, sondern auch einen subversiven Raum des Widerstands im Verhältnis von Erotik und Pornografie ausloten.

NEUE(?) ELTERNSCHAFT?: Barbara Streidl, Jochen König

Mittwoch, 29. April 2015, 20 Uhr, Glockenbachwerkstatt

War es früher einfacher Eltern zu sein? Wer und wie sind gute Mütter/Väter heute?
Barbara Steidl ist Journalistin, Musikerin, Mutter und lebt in München. Sie wirft mit ihrem 2013 erschienen Buch »Kann ich gleich zurückrufen – der alltägliche Wahnsinn einer berufstätigen Mutter« einen gnadenlosen Blick hinter die Kulissen des Alltags einer berufstätigen Mutter. Jochen König ist Sozialpädagoge, Vater und lebt in Berlin. Seine Erfahrungen über das Leben als neuer(?) Vater fasste er 2013 in seinem Buch »Fritzi und ich – von der Angst eines Vaters, keine gute Mutter zu sein« zusammen. Gemeinsam werfen sie mit Eva Tolasch einen Blick auf neue (Un)Möglichkeiten heutiger Elternschaft.

QUEERING GAY PRIDE: Marty_Huber

Mittwoch, 27. Mai 2015, 20 Uhr, Glockenbachwerkstatt

Sind Pride-Paraden immer schrill? Warum gibt es diese Paraden überhaupt?
Pride-Paraden sind aus vielen Städten heute nicht mehr wegzudenken. Sie gehen zurück auf die Stonewall Riots in New York City im Juni 1969 und führen die Erinnerung an und den Kampf gegen Homo- und Transphobie fort – auf lokal jedoch sehr unterschiedliche Art und Weise, manchmal womöglich auch erinnerungslos und scheinbar apolitisch. Anhand vieler Beispiele geht Marty_Huber diesen Paraden auf den Grund und versucht die Gemengelage von performativen Interventionen, Protesten und Feierlichkeiten auch als Methode der Emanzipation zu verstehen. Marty_Huber lehrt in Berlin und veröffentlichte u.a. das Buch »Queering Gay Pride – zwischen Assimilation und Widerstand«.

 

 

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