Geschlechterforschung / Gender Studies
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Lehre

Schwerpunkte der Lehre:

Soziologische Theorie, Politische Soziologie, Gender und Organisation, Gender und Medien,  Methoden der qualitativen Sozialforschung

Hinweis: Die Lehrveranstaltungen nach 2011 finden Sie gesammelt auf der Lehrstuhlhomepage von Prof. Villa und im digitalen Vorlesungsverzeichnis.


Sommersemester 2011:

  • Übung: Soziologie des politischen Skandals

2-stündig, Mi. 12-14, Konradstr. 6, 309

„Politik ist, was immer sie sonst noch sein mag, zumindest auch ein Spiel um Macht. Und der Skandal ist ein probates Mittel, die  Skandalierung ein bewährter Zug in diesem Spiel. Denn in diesem Spiel, dessen Ziel eben Macht-Zuwachs ist (...) gewinnt gewöhnlich der, der es versteht, gegenüber einem (warum auch immer) relevanten Publikum sich bzw. seine Absichten in ein möglichst vorteilhaftes, etwelche Konkurrenten bzw. deren Ambitionen hingegen in ein möglichst schäbiges Licht zu rücken", schreibt Ronald Hitzler (im unten angegebenen Sammelband).

Im Skandal begegnen sich politische und mediale Funktionslogik und entfalten sich aneinander. Affären - ob nun Korruptionsaffären, Spendenaffären oder die nicht kriminelle, aber moralisch verwerfliche Nebenbeziehung (welche dann moralisch kritisierbar wird, wenn sie das medial heile Bild einer funktionierenden, christlichen Primärbeziehung beschädigt): Über den Skandal bahnt sich moralische Entrüstung einen Weg in die Politik. Mediales Flackern und Begleittösen ist erwünscht, politische Konsequenzen für den skandalisierten Akteur sind möglich - aber nicht notwendig der Fall.

Ziel der Übung ist es, anhand empirischer Fallstudien, zum Beispiel zu WikiLeaks oder Spendenskandalen der Volksparteien und mittels theoretischer Unterstützung durch Niklas Luhmann, Hans-Georg Soeffner, Erving Goffman und Andere, zu einer Beobachtung der Wechselwirkung politischer und medialer Logiken zu gelangen. Der Kurs richtet sich an Studierende, die sich vor theoretisch anspruchsvollen Texten ebenso wenig scheuen, wie vor der Anfertigung einer kleinen, aber in Eigenarbeit zu leistenden empirischen Studie.

Literatur:
Alemann, Ulrich von (1985): Politische Moral und politische Kultur in der Bundesrepublik. In: Gewerkschaftliche Monatshefte 36, S. 258-269.
Ebbinghausen, Rolf & Neckel, Sighart (1989) (Hg.): Anatomie des politischen Skandals. Frankfurt/M.: Suhrkamp.
Luhmann, Niklas (2009): Die Realität der Massenmedien. V.a. Kapitel 1 & 6. Wiesbaden: VS-Verlag.

  • Theorie II: Einführung in die politische Soziologie

2-stündig, Mi. 16-18, Konradstr. 6, 208

In diesem Theoriekurs wird ein Überblick über klassische und aktuelle Zugänge zur politischen Soziologie angeboten.

Die Werke von AutorInnen wie Max Weber, Karl Marx, Carl Schmitt, Theodor W. Adorno, Jürgen Habermas,  Ulrich Beck, Niklas Luhmann, Hannelore Bublitz, Armin Nassehi und Chantal Mouffe werden diskutiert und auf ihre Erkenntnisbedingungen befragt werden. Ziel des Kurses ist es, ganz unterschiedliche soziologische Zugänge an empirischen Beispielen aufeinander zu beziehen.

Vorkenntnisse in politischer Soziologie sind nicht nötig, um an diesem Kurs teilzunehmen. Jedoch sollten Sie sich für soziologische Theorien des Politischen begeistern können und dazu bereit sein, die Texte nicht nur regelmäßig zu lesen, sondern auch aktiv an der Diskussion im Kurs teilzunehmen.


Wintersemester 10/11:

  • Theorie III: Niklas Luhmann

2-stündig, Do. 10-12, Konradstr. 6, 109.

Der Kurs bietet eine intensive Auseinandersetzung mit der Systemtheorie Niklas Luhmanns an. In einer ersten Phase werden die Grundbegriffe der Theorie vorgestellt. In einer zweiten Phase werden wir uns mit Hilfe ausgewählter Texte, u.a. über die Interaktion in Familien, Moral und Politik, einen Einblick in das Werk Luhmanns erarbeiten. In der dritten Phase werden wir uns mit der Kritik an Luhmann und Weiterentwicklungen der systemtheoretischen Theorieanlage auseinander setzen. Um Arbeitsgruppen und intensive Diskussionen zu ermöglichen, wird dieser Kurs als Blockveranstaltung durchgeführt. Die abschließende Klausur findet in der letzten Semesterwoche statt.

Literatur:
Kneer, Georg & Nassehi, Armin (2000): Niklas Luhmanns Theorie sozialer Systeme. München: W. Fink.

 

  • Übung: Soziologie der Parteien

2-stündig, Mi. 12-14, Konradstr. 6, 209.

Sozial-, politik- und rechtswissenschaftliche Fachdiskurse diskutieren die Krise der Parteienstaatlichkeit und der Parteiorganisation. Interessant ist dabei, dass die Soziologie weitgehend darauf verzichtet, nach den maßgeblichen Arbeiten von Webers und Michels eine theoriegeleitete soziologische Auseinandersetzung mit diesen politischen Organisationen anzubieten. Zumeist werden Erklärungsangebote, Begriffe und Kategorien der Politikwissenschaft fraglos übernommen.

In diesem Kurs wird daher ein dezidiert soziologischer Blick auf die Genese, die Funktion und den Wandel von Parteiorganisationen geworfen. Wie haben sich Parteien und Parteimitgliedschaft seit ihrer Gründung verändert? Wie ist die aktuelle Entwicklung eines 5-Parteiensystems, wie sind Diagnosen der „Parteienkrise", des „Herbst der Volksparteien" oder der „mangelnden Wählerbindung" soziologisch einzuordnen? Wie wirken sich Globalisierung und Medienevolution auf Parteiorganisationen aus?

Der Kurs nähert sich diesen Fragen anhand empirischer Beispiele, die mittels theoretischer Arbeiten aus dem Bereich der systemtheoretischen Organisationssoziologie, der politischen Soziologie und der Medientheorie analysiert werden.

Literatur:
Niklas Luhmann (1992), Die Unbeliebtheit der Parteien. Wie soll es ohne Organisation gehen? In: G. Hofmann/ W. A. Perger (Hg.): Die Kontroverse. Weizäckers Parteienkritik in der Diskussion.


Sommersemester 2010:

  • Theorie III: Niklas Luhmann

2-stündig, Mi. 12-14, Konradstr. 6, 309

Der Kurs bietet eine systematische Einführung in die Konzeption des Werks Niklas Luhmanns an.   Vorkenntnisse der Theorieanlage sind nicht erforderlich. Die TeilnehmerInnen sollten jedoch Freude am Lesen und die Bereitschaft zur gründlichen Lektüre der Basistexte mitbringen. Der Kurs eignet sich für Studierende, die Freude an der vertieften Auseinandersetzung mit einer komplexen Gesellschaftstheorie haben.

Literatur:
Einführende Literatur: Kneer, Georg & Nassehi, Armin (2000): Niklas Luhmanns Theorie sozialer Systeme. München: W. Fink.


Wintersemester 09/10:

  • Theorie II: Bürgerliche Gesellschaft (gemeinsam mit Dr. Elmar Koenen)

2-stündig, Do. 16-18, Konradstr. 6, 109

‚Bürgerliche Gesellschaft’ scheint auf den ersten Blick ein ganz einfaches Thema zu sein. Max Weber beschreibt ihr Entstehen in der mittelalterlichen Stadt, die mit der Trennung der privaten von der öffentlichen Sphäre den Rahmen bildet für die bürgerlichen Subjekte, ihr instrumentelles Verständnis der Welt und ihr privates Eigentum. In gesellschaftstheoretischer Perspektive fallen dann aber einige Schwierigkeiten auf. So bleibt ihre Unterscheidung zur ‚modernen’ Gesellschaft ebenso unklar wie zur ‚Wirtschaftsgesellschaft’. Auch zeichnet sich keine ihr nachfolgende Gesellschaftsformation ab. Nach ihrer historischen Durchsetzung sieht es zudem so aus, als habe sie auch jede praktische Alternative verloren. Alle neuartigen Figurationen bilden sich schon seit langem innerhalb der Bürgerlichen Gesellschaft, d.h. auf ihrer Grundlage. Trotz aller ‚Retros’, z.B. der ‚Wiederkehr des Mittelalters’ (Eco 1973) und diverser ‚Refeudalisierungen’ (Ziegler 2006) ist es doch v.a. die (klein)bürgerliche Gesellschaft und ihre Blaupausen, die als globale Alltage, als common sense –Vorstellungen von ‚Gesellschaft’ und als (Vor)Bilder von der ‚Bürgergesellschaft’ die medialen Projektionen und die sozialen Wirklichkeiten der Weltgesellschaft prägen. ‚Bürgerliche Gesellschaft’ fungiert schon lange als Leitidee, zu der es faktisch und normativ schon lange keine Alternative mehr gibt. Das galt selbst für die realsozialistischen Gesellschaften. Deren Kleinbürgerlichkeit hat alle Reformen und Wenden überdauert und übertraf noch die der westdeutschen Brüder und Schwestern. Trotzdem ist nirgendwo eine Soziologie der bürgerlichen Gesellschaft entstanden. Auch nicht während der bürgerlichen Epoche - trotz z.T. bedeutender Ansätze bei Hegel, Werner Hofmann, Friedrich Jonas, Leo Kofler, Werner Sombart oder Lorenz von Stein. Offenbar hat die Einheit der Unterscheidung von ‚Zivilgesellschaft’ und ‚Wirtschaftsgesellschaft’ keinen tragfähigen sozialtheoretischen Begriff gefunden. Was das für die Weiterentwicklung der Gesellschaftstheorie bedeuten kann, wird eines der zentralen Themen der geplanten Übung sein. Zunächst möchten wir aber in diesem Kurs einige ‚bürgerliche’ Beschreibungen der Moderne bei ausgewählten (soziologischen) Klassikern vorstellen. Dann werden wir zeitgenössische soziologische Autoren daraufhin befragen, welche Rolle die Bürgerlichkeit in ihrer Arbeit spielt – sei es im Sinn eines historischen bzw. gesellschaftsgeschichtlichen Blicks oder durch die Inanspruchnahme „bürgerlicher“ Annahmen, bspw. autonomer Subjektivität sowie der entsprechenden innovativen und revolutionären Potentiale.

Literatur:
Koenen, Elmar (2001), Bürgerliche Gesellschaft, in: Kneer, G./Nassehi, A./Schroer, M. (Hg.), Klassische Gesellschaftsbegriffe der Soziologie, München, S. 73-110.
Weber, Max (2000), Die Stadt, in: Nippel, W. (Hg.), Studienausgabe der Max Weber Gesamtausgabe Bd. 1/22, Tübingen.
Plessner, Helmuth (2002), Grenzen der Gemeinschaft: Eine Kritik des sozialen Radikalismus, Frankfurt/M.: Suhrkamp.

  • Theorie II: Links, rechts, liberal? Zur Selbstverortung soziologischer Theorien im Politischen

2-stündig, Mi. 12-14, Konradstr. 6, 309.

In den meisten soziologischen Theorien spielt der Begriff des Politischen eine systematische Rolle. Jedoch gerät das Politische in unterschiedlichen Theorieanlagen auch ganz unterschiedlich ins Spiel und zu selten wird explizit ausgewiesen, was den Politikbegriff einer Theorie ausmacht. Handelt es sich um einen emphatischen Politikbegriff, der sich bspw. durch Herrschaftskritik auszeichnet? Um einen neutralen, deskriptiven Politikbegriff? Um eine Soziologie, die politische Wirkungen beabsichtigt oder um eine, die politisches Handeln und politische Kommunikation „nur“ beschreibt?

Im Fokus dieses Theoriekurses stehen Werke, die - implizit oder explizit- die Idee einer politischen (Selbst-)Wirksamkeit verfolgen. Wir werden unterschiedliche Theorien auf ihren Politikbegriff hin befragen und versuchen, die philosophischen Grundlagen zu benennen, derer sie sich bedienen. Wir werden uns der Frage nähern, wieso sich soziologische Theorien als „politisiert“ darstellen und wo sich die Theorien im politischen Spektrum verorten. Indem wir Texte gezielt historisieren, werden wir schließlich zu der Frage gelangen, welche Konsequenzen unterschiedliche Begriffe des Politischen für eine soziologische Analyse mit sich bringen.

Literatur:
Adorno, Theodor W. (1953): Über Technik und Humanismus. Vortrag zum Dies adacemicus der Technischen Hochschule Karlsruhe am 10.11.1953. In: Adorno, Theodor W. (1986): Vermischte Schriften I. Gesammelte Schriften Bd. 20.1. Hg. von R. Tidemann. Frankfurt/Main: Suhrkamp. S. 310 – 317.
Luhmann, Niklas (1991):Am Ende der kritischen Soziologie, in: Zeitschrift für Soziologie 20, S. 147-152.
Schelsky, Helmut (1961): Der Mensch in der wissenschaftlichen Zivilisation. Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen. 79. Sitzung, 15.03.1961, Düsseldorf. Westdeutscher Verlag: Köln.


Sommersemester 2009:

  • Theorie III: Rechtssoziologie (gemeinsam mit Dr. Stefan May)

2-stündig, Mi 12-14, Konradstr. 6, 108

Die angebotene Übung bietet zunächst einen Überblick über die theoretischen Grundlagen, die Geschichte, die Grundbegriffe und einige zentrale Forschungsfelder der Rechtssoziologie. Insbesondere soll dabei die systematische Position dieser Teildisziplin im soziologischen Denken von den Klassikern bis zur Gegenwart erarbeitet werden. Die Darstellung rechtssoziologischer Arbeitsfelder soll zu einer Vertiefung des Theorieverständnisses beitragen und die praktische Relevanz der behandelten Fragen verdeutlichen. Ziel der Veranstaltung ist es, in der Auseinandersetzung mit den theoretischen Grundlagen ein soziologisches Verständnis des Rechtssystems moderner Gesellschaften in seinen Grundzügen zu entwickeln.

Literatur:
Ehrlich, Eugen (1913), Grundlegung der Soziologie des Rechts, München/ Leipzig: Duncker & Humblot.
Habermas, Jürgen (1992), Faktizität und Geltung, Frankfurt/M.: Suhrkamp.
Luhmann, Niklas (1993), Das Recht der Gesellschaft, Frankfurt/M.: Suhrkamp.
Weber, Max (1922), Wirtschaft und Gesellschaft. Grundriß der verstehenden Soziologie, Tübingen: J. C. B Mohr.


Wintersemester 08/09:

  • Übung: Einführung in die Soziologie

2-stündig, Mo 12-14 Uhr, Konradstr. 6, 109 Übungsraum

Diese vorlesungsbegleitende Übung dient zur Vertiefung des in der Vorlesung erworbenen Wissens. Im Anschluss an die Vorlesung werden thematisch einschlägige Texte gemeinsam gelesen und aufbereitet. Der Umgang mit soziologischen Fachtermini und die selbstständige Anwendung des soziologischen Blicks stehen dabei im Vordergrund. Darüber hinaus besteht in dieser Übung ausreichend Gelegenheit, offen gebliebene Fragestellungen zur Vorlesung zu beantworten und weiterführende Fragestellungen zu entwickeln.

Literatur:
Nassehi, Armin (2008): Soziologie. Zehn einführende Vorlesungen, Wiesbaden, VS Verlag.

  • Theorie III: Niklas Luhmann - Politische Organisationssysteme

2std,Di., 12.00-14.00, KON, R.109

Was kann eine systemtheoretisch informierte Soziologie zur Untersuchung politischer Organisationen beitragen?

Um die Klärung dieser Frage dreht sich der Kurs. Einschlägige systemtheoretische Texte zu Organisation und Politik werden dabei durch die gemeinsame Anfertigung kleiner qualitativer Studien ergänzt, die einen ganz praktischen Umgang mit der manchmal hohen Komplexität der Theorie eröffnen. Der Theoriekurs schlägt damit eine Brücke zwischen der Aneignung systemtheoretischer Literatur und deren Übersetzung in selbstständige empirische Forschung.

Der Kurs stellt sich weiterhin der Herausforderung, eine teilweise stark auf Unternehmensorganisation und staatliche Institutionen fixierte Systemtheorie mit „neuen“ politischen Akteuren wie bspw. Non Governmental Organizations wie Attac oder transnationalen Lobbyistenverbänden aus verschiedenen Bereichen zu konfrontieren. Wir werden uns fragen, ob und wie sich der Systembegriffs Luhmann zur Untersuchung einer Form von politischer Organisation eignet, die nationalstaatliche wie Verfahrensgrenzen scheinbar mühelos zu überschreiten scheint.

Um den systemtheoretischen Blick an der Empirie zu schärfen werden die Texte auf der Folie begleitender qualitativer Studien gelesen. Wenn Sie sich bereits für eine bestimmte politische Organisation interessieren, kann dies berücksichtigt werden. In der ersten Sitzung werden wir gemeinsam eine Entscheidung darüber treffen, welche Organisationen wir gerne in den Blick nehmen möchten.

Besondere Vorkenntnisse der Systemtheorie sind für eine erfolgreiche Teilnahme an diesem Kurs nicht notwendig, jedoch die Bereitschaft, die Seminarlektüre regelmäßig zu lesen und im Kurs zu diskutieren.

Literatur: Martens, Will/ Ortmann, Günther (2006), Organisationen in Luhmanns Systemtheorie, in: Kieser, A./Ebers, M. (Hg.), Organisationstheorien, 429-461; Kieserling, André (1994), Interaktion in Organisationen, in: Damann, K. (Hg.), Die Verwaltung des politischen Systems, Opladen: Westdeutscher Verlag, 165-182; Luhmann, Niklas (1988), Organisation, Abschnitt III und IV, in: Küppers, W./ Ortmann, G. (Hg.) Mikropolitik., Opladen: Westdeutscher Verlag.


Sommersemester 2008:

  • Theorie III: Systemtheorie

2-stündig, Mo 10-12 Uhr, Konradstr. 6, 309 Übungsraum

Zunächst sollen in diesem Kurs zentrale Begrifflichkeiten der Systemtheorie Niklas Luhmanns gemeinsam erarbeitet werden. Im Anschluss daran werden wir neuere Entwicklungen der Systemtheorie an ausgewählten Themen und Autoren diskutieren.

Voraussetzungen: Der Kurs richtet sich an Studierende, die Spaß am Lesen und der Auseinandersetzung mit einer komplexen Gesellschaftstheorie haben. Vorkenntnisse der Systemtheorie sind nicht erforderlich, wohl aber die Bereitschaft zur regelmäßigen und gründlichen Lektüre der Texte.


Wintersemester 07/08:

  • Methoden III: Praxisprojekt Diskursanalyse

Mi 12 - 14 Uhr, Konradstr. 6, 309

Der Diskursbegriff hat sich in den qualitativen Methoden der Soziologie fest eingebürgert. Der Streit darüber, was ein Diskurs ist und wie die angemessene Art seiner Erforschung aussehen könnte ist ebenso alt wie der Begriff selbst. Anstelle eines abschließenden Urteils über die „richtige“ Diskursanalyse ist es das Ziel des Kurses, die verschiedenen Ansätze auf ihre Grundannahmen und empirischen Zugänge hin zu beobachten. Wir stellen uns die Frage, was durch die Linse der diskursanalytischen Herangehensweisen beobachtbar wird, wie die Wissenschaft jeweils selbst im Diskurs zu verorten ist und welche Ergebnisse ein diskursanalytischer Rahmen zu produzieren in der Lage ist. Ein besonderes Augenmerk soll hierbei auf die praktische Anwendung der vorgestellten Theoriekonzeptionen gelegt werden. Dies geschieht durch die Durchführung eigenständiger Forschungsprojekte durch die TeilnehmerInnen, die während des Kurses gemeinsam vorbereitet und ausgewertet werden. Der Kurs richtet sich an Studentinnen und Studenten, die Freude daran haben, neben den theoretischen Grundlagen auch die Praxis qualitativen Forschens mit der diskursanalytischen Methode kennenzulernen.

Literatur:
Reiner Keller u.A. (Hrsg.) (2001): Handbuch sozialwissenschaftliche Diskursanalyse, 1. Theorien und Methoden, Opladen: Leske & Budrich; Dies. (Hrsg.), (2003): Handbuch Sozialwissenschaftliche Diskursanalyse, 2. Forschungspraxis, Opladen: Leske & Budrich

  • Forschungswerkstatt: Politische Organisationen

Wie funktionieren politische Organisationen und wie erforscht man sie? Das Ziel dieser Forschungswerkstatt ist es, einen Einblick in die Praxis politischer Organisationen zu vermitteln. Es wird zu diesem Zweck zunächst ein theoretisches Fundament erarbeitet, indem wir uns einen Überblick über relevante soziologische Organisationstheorien verschaffen. Mit diesem Rüstzeug ausgestattet, werden in begleiteten Arbeitsgruppen kleine qualitative Studien durchgeführt. Im Rahmen von Werkstattbesprechungen werden die Ergebnisse dieser Arbeitsgruppen diskutiert und interpretiert und auf die theoretischen Angebote hin zusammengeführt. Die Forschungswerkstatt bietet Studierenden die Möglichkeit, einen Einblick in die Praxis qualitativer Sozialforschung zu erhalten und sich in der Konzeptualisierung einer eigenen Studie und der Auswertung empirischen Materials zu üben. Gerne können eigene Projekte, wie bspw. Ideen für eine Diplomarbeit, als Grundlage für eine Arbeitsgruppe eingebracht werden.Literatur zur Einführung: Cambell Jones & Rolland Munro (2005), (Hg.), Contemporary Organization Theory, Oxford.


Sommersemester 2007:

  • Theorie III: Soziale Systeme

2std, Mi 14-16, Kon 108

Der Kurs wird sich den zentralen Begrifflichkeiten der Systemtheorie Niklas Luhmanns durch die gemeinsame Lektüre und Diskussion des Werkes „Soziale Systeme“ nähern. Er wendet sich an Studierende, die Spaß am Lesen und der Auseinandersetzung mit einer komplexen Gesellschaftstheorie haben.

Literatur:
Niklas Luhmann (1984), Soziale Systeme, Frankfurt/M.: Suhrkamp.


Wintersemester 06/07:

  • Übung: Soziologie der Parteien

Di 12 -14 Uhr , Konradstr. 6 , Raum 308 Übungsraum