Geschlechterforschung / Gender Studies
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Seminar: Einverleibung? Somatische Dimensionen von Vergesellschaftung (Prof. Dr. Paula-Irene Villa)

 Veranstaltungstyp: Hauptseminar (Allgemeine Soziologie/Geschlechtersoziologie); MA-Seminar (Kultur/Wissen)

Zeit: Mittwochs, 10.00 – 12.00 Uhr

Ort: Konradstraße 6, Raum 309

Beginn: 17.04.2013

Anmeldung: LSF

Kommentar: In der Soziologie war – bis auf wenige, rühmliche und durchaus frühe Ausnahmen – der homo sociologicus ein körperloses Wesen. Seit einigen Jahren hat sich, ausgehend von einer Kritik an dieser Körperlosigkeit einerseits und bereichert durch die Geschlechterforschung andererseits, sowie durch irritierende Phänomene in der alltäglichen Lebenswelt angestoßen, auch im deutschsprachigen Raum die ‚Körpersoziologie’ zu einem Teil des institutionellen und intellektuellen Feldes gemausert. Es ist z.T. von einem regelrechten "body turn" (Gugutzer 2006) der Soziologie die Rede, der sicher nicht zufällig mit einer enormen Reflexivierung und einer ambivalenten Ideologisierung des Körpers im Alltag konvergiert. Wichtig ist dabei auch die erneute Hinwendung zur ‚Praxeologie’ als Teil soziologischer Theoriebildung und Empirie. In diesem Seminar wird das heterogene Feld der Körpersoziologie anhand zentraler Zugänge erarbeitet. Den roten Faden bildet dabei die Frage, inwiefern ‚Vergesellschaftung’ bzw. ‚Sozialisation’ ein körperlicher Prozess ist.

Literatur: Ein Reader wird zu Beginn der Veranstaltung erstellt. Gugutzer, Robert (2013; oder früher): Soziologie des Körpers. Bielefeld: transcript Villa, Paula-Irene (2010): Subjekte und ihre Körper. Kultursoziologische Überlegungen. In: Wohlrab-Sahr, Monika (Hg.): Kultursoziologie. Paradigmen - Methoden - Fragestellungen. Wiesbaden: VS, S. 251-274