Geschlechterforschung / Gender Studies
print


Navigationspfad


Inhaltsbereich

Gender – systemtheoretisch beobachtet (Jasmin Siri)

Theorie-III-Kurs, 2stüdig, Mo 12-14 Uhr, Raum 109

 

Es ist eine Grundannahme der Gender Studies, dass es den männlichen oder weiblichen Körper, das typisch männliche oder weibliche Verhalten nicht gibt. In diesem Theoriekurs wird es darum gehen, die soziale Konstruktion von Geschlecht differenzierungstheoretisch in den Blick zu nehmen. Folgende Fragen werden dabei zu reflektieren sein: Wieso ist es eigentlich so plausibel, Männer und Frauen zu unterscheiden? Wie werden „Männer“ und „Frauen“ in der Kommunikation adressiert? Welche blinden Flecken erzeugt die binäre Unterscheidung Mann/Frau? Was wird mittels dieser Unterscheidung ausgeschlossen? Wie aktualisiert sich die Unterscheidung in Interaktionen, Organisationen und gesellschaftlichen Semantiken? Mittels ausgewählter Literatur und an empirischen Beispielen sollen Geschlecht und Gender in diesem Kurs systemtheoretisch und differenztheoretisch reflektiert werden. Vorkenntnisse der Systemtheorie sind für diese Kurs nicht erforderlich, jedoch die Bereitschaft, sich wöchentlich (manchmal recht komplexe) Texte im Eigenstudium zu erarbeiten und an den Diskussionen im Kurs teilzunehmen.

Literatur zur Einführung:
Pasero, Ursula & Weinbach, Christine (Hg.) (2003), Frauen, Männer, Gender Trouble. Systemtheoretische Essays, Frankfurt/M.
Kneer, Georg & Nassehi, Armin (2000), Niklas Luhmanns Theorie sozialer Systeme: Eine Einführung, Stuttgart. Luhmann, Niklas (2009), Einführung in die Systemtheorie, Heidelberg.