Geschlechterforschung / Gender Studies
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Judith Butler – Annäherungen an eine unbehagliche Theoretikerin (Prof. Dr. Paula-Irene Villa)

Hauptseminar

2-stündig, Di 10-12 Uhr, Raum 209 (beginnt erst am Dienstag, dem 25.10.2011)

Wie kaum ein anderes Werk haben die Schriften von Judith Butler das sozialtheoretische und geschlechterwissesnschaftliche Feld der letzten Jahrzehnte geprägt – und für teilweise intensive Debatten und Kontroversen gesorgt. Mit ihrem ‚Gender Trouble’ (dt. ‚Das Unbehagen der Geschlechter’ 1991) hat sie zentrale Kategorien feministischer Theorie herausgefordert und zu einem Verständnis von Geschlecht, aber auch von jeglicher ‚Identität’ als performativ beigetragen. Dabei knüpft Butler an vielfache theoretische Strömungen an: Poststrukturalismus, Psychoanalyse, Dekonstruktion, Sprachtheorie, Ethik und mehr.
In diesem Seminar sollen zentrale Denkfiguren im Werk Butlers rekonstruiert und diskutiert werden. Dabei werden auch die politischen und zeithistorischen Konstellationen, denen die Überlegungen Butlers verpflichtet sind, thematisiert werden. Und nicht zuletzt wird auch die vielfache Kritik an Butler zur Sprache kommen.

Das Seminar ist lektüre- und diskussionsintensiv. Vorkenntnisse in soziologischer Theorie sowie Lust an theoretischen Debatten sind Voraussetzung.

Zur VorbereitungVilla, Paula-Irene: (De)Konstruktion und Diskurs-Genealogie. Zur Position und Rezeption von Judith Butler. In: Becker, Ruth/Kortendiek, Beate: Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung. Wiesbaden 2010, S. 146-157