Geschlechterforschung / Gender Studies
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Ringvorlesung "Gendergraphien I" - WiSe 2009/2010

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Ankündigung zur Ringvorlesung „Gendergraphien. Perspektiven der Geschlechterforschung auf Körper-Wissen-Praxen"Im Wintersemester veranstaltet der Lehrstuhl für Soziologie der Geschlechterdifferenz (Prof. Villa) erstmalig eine interdisziplinäre Ringvorlesung mit dem Titel „Gendergraphien. Perspektiven der Geschlechterforschung auf Körper-Wissen-Praxen". Sie findet ab dem 26.10.2009 wöchentlich immer montags von 18-20 Uhr im Hörsaal HGB A 014 statt. Sie richtet sich vor allem an Studierende der sozial-, geistes-und kulturwissenschaftlichen Fächer, aber auch die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen.

Thematisch stehen verschiedene Verknüpfungen von Gender und Körper im Mittelpunkt der Ringvorlesung. Körper gelten dabei nicht mehr als objektiv gegebene, unverfügbare Tatsachen  – weder in der alltäglichen Praxis noch (und erst recht nicht) in der wissenschaftlichen Reflexion und Forschung. Im transdisziplinären Diskurs der Geschlechterforschung wird betont, dass Körper immer auch geschlechtlich codiert werden. Geschlecht(s)Körper werden demzufolge als Effekte des Tuns, Deutens und Sprechens verstanden und als solche in Bezug auf ihre Historizität und Normativität befragt sowie auf ihre Bedeutung für ökonomische, politische und kulturelle Prozesse. Eine Perspektive auf Geschlecht impliziert also auch immer eine Perspektive auf den Körper und vice versa. Gerade in der Verknüpfung dieser beiden Perspektiven liegt ein großes Potenzial.

Die interdisziplinäre Ringvorlesung ‚Gendergraphien’ nimmt diese Ausführungen zum Ausgangspunkt und stellt die Überlegungen namhafter Wissenschaftler/innen der LMU und des benachbarten – transalpinen – Raums vor. Dabei wird der Bogen vom höfischen Ritter bis zur Ingenieurin, von der neurotechnologischen Regulierbarkeit bis zum Glass Ceiling-Effekt, von der Avantgarde bis Pop gespannt.