Geschlechterforschung / Gender Studies
print


Navigationspfad


Inhaltsbereich

Seminar: "Queer Theory - Perspektiven der Uneindeutigkeit" (Villa)

Lehrende: Prof. Dr. Paula-Irene Villa

Wahlpflichtbereich: MA Nebenfach Gender Studies; Magister: Soziologie Nebenfach

Veranstaltungstermin: Mittwoch, 8:30 - 10 Uhr

Veranstaltungstyp: Seminar

‚Queer’ meint alltagssprachlich zunächst die tendenziell beleidigende Bezeichnung ‚verrückt’, ‚pervers’, ‚schwul’. Politisch hat sich daraus ein selbstermächtigendes, emanzipatorisch gewendetes Label für schwul-lesbische („usw.“!) Kämpfe um Anerkennung entwickelt. Zugleich firmieren seit den späten 1980er Jahren akademische, überwiegend sozial- und kulturwissenschaftliche Auseinandersetzungen mit Begehren/Sexualität unter dem Label ‚queer theory’ bzw. ‚queer studies’.

Dieses Seminar richtet seine Aufmerksamkeit vor allem auf Letzteres, setzt dieses aber durchaus in Bezug zu den politischen Horizonten des im engeren Sinne akademischen Wissens. Im Seminar wird insbes. der Frage nachgegangen, wie im Feld der queer theory Begehren bzw. Sexualität als zentrale Dimension des Sozialen thematisiert wird. Es wird deutlich werden, dass die queer theory vor allem darauf abzielt, ‚Normalisierung’ als Modus des Gesellschaftlichen zu beschreiben und auch als Form der Herrschaft zu kritisieren. Es wird zudem deutlich werden, dass es eine produktive und zugleich konfliktreiche Spannung zwischen den Gender und den queer studies gibt. Für die ausgiebige Diskussion dieser Themen gibt es im Seminar Gelegenheit.

Die Teilnahme am Seminar setzt die Bereitschaft voraus, sich mit theoretischen (und z.T. englischsprachigen) Texten intensiv auseinander zu setzen.

 

Literatur :

Degele, Nina (2008): Gender/Queer Studies. Eine Einführung. München

Jagose, Annamarie (2001): Queer Theory. Berlin

Villa, Paula-Irene/Hieber, Lutz (2007): Images von Gewicht. Soziale Bewegungen, Queer Theory und Kunst in den USA. Bielefeld

 

Leistungsnachweis:

Essays und Rezension, Moderation mindestens einer Sitzung, aktive und kontinuierliche Teilnahme