Geschlechterforschung / Gender Studies
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Seminar: Rechtsradikalismus und Geschlecht: Eine soziologische Erkundung (Siri)

Lehrende: Dr. Jasmin Siri

 

Seminar: Allgemeine Soziologie/Geschlechtersoziologie, BA Soziale Unterschiede/Sozialer Wandel

Veranstaltungstermin: Di 10-12 Uhr

 

In diesem Seminar wird es darum gehen, Rechtsradikalismus und Rechtsterrorismus aus soziologischer Perspektive in den Blick zu nehmen. Dabei interessieren wir uns besonders für Inszenierungen des „Rechts-Seins“ als vergeschlechtlichte Inszenierungsform. Wir legen damit einen Fokus auf die Frage, welche Funktion die Geschlechterunterscheidung für die rechtsradikale Selbstbeschreibung und in der rechtsradikalen Ideologie besitzt.

Anhand eines historisierenden Durchgangs durch theoretische und empirische Untersuchungen des Rechtsradikalismus und Rechtsterrorismus von den 1930-er Jahren bis zur Gegenwart wollen wir diese Phänomene zunächst aus sozialhistorischer Perspektive in den Blick nehmen. In empirischen Gruppenarbeiten werden ergänzend unterschiedliche aktuelle Inszenierungen des Rechts-Seins bspw. von „rechten Frauen“, „Skinheads“ und „Rechtsintellektuellen“ diskutiert und mittels soziologischer Theorieangebote (Adorno, Bourdieu, Luhmann, Butler) theoretisch reflektiert.

 

Literatur

Zur Einführung und Inspiration lohnt sich ein Blick in folgende Sammelbände:

Klärchner, Andreas/Kohlstruck, Michael (2006): Moderner Rechtsextremismus in Deutschland. Hamburg: HIS.

Frietsch, Elke/Herkommer, Christina (2009): Nationalsozialismus und Geschlecht. Zur Politisierung und Ästhetisierung von Körper, „Rasse“ und Sexualität im „Dritten Reich“ und nach 1945.

Eschenbach, Insa et. al. (Hg.) (2002): Gedächtnis und Geschlecht. Deutungsmuster in Darstellungen des nationalsozialistischen Genozids. Frankfurt/M.: Campus.

 

Leistungsnachweis

Regelmäßige Teilnahme, Übernahme eines Referats, wöchentliche Anfertigung von Lektüreprotokollen, Mitarbeit in einer Arbeitsgruppe, Anfertigung einer Hausarbeit